Klietz. Trotz winterlicher Bedingungen mit Schnee und eisigen Temperaturen versammelten sich am Samstag rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum ersten Fledermauslauf in Klietz.
Auf der rund zwei Kilometer langen Strecke rund um den Fledermauspfad standen nicht sportliche Höchstleistungen, sondern Bewegung, Gemeinschaft und Naturerlebnis im Mittelpunkt. Einige besonders motivierte Teilnehmende absolvierten die Runde gleich zwei- oder dreimal.
Bereits vor dem Start wurde gemeinsam aktiv: Der Lauf begann mit einer angeleiteten Erwärmung, die von Anja Fenn, der Vorsitzenden des Waldstörche-Fördervereins, durchgeführt wurde. Wie bereits beim Familiensportfest im Sommer 2025 sorgte sie auch diesmal mit ihrer motivierenden Art für einen gelungenen Einstieg und bereitete die Teilnehmenden optimal auf die winterlichen Bedingungen vor.
Der Fledermauslauf wurde erstmals im Rahmen des 100-jährigen Vereinsjubiläums des SV Germania Klietz ausgerichtet und soll künftig zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender werden. Der Fledermauslauf steht in enger Verbindung mit dem Wirken von Joachim Steinborn, dessen Lebenswerk die Natur rund um Klietz bis heute prägt. Steinborn widmete sein gesamtes Leben dem Wald und dem Naturschutz. Mit großem persönlichem Einsatz initiierte und begleitete er die Entstehung der Naturlehrpfade „Großer Klietzer See“, „Kleiner Klietzer See“ sowie des Fledermauspfads. Joachim Steinborn verstarb im vergangenen Frühjahr – sein Engagement für Natur und Gemeinschaft wird in Klietz unvergessen bleiben.
Die Premiere des Fledermauslauf zeigte die große Vielfalt der Teilnehmenden: Neben Läuferinnen und Läufern waren auch Walking-Gruppen sowie Teilnehmer mit Hunden und Schlitten auf der Strecke unterwegs. Jung und Alt bewegten sich gemeinsam durch die verschneite Landschaft und trotzten den äußeren Bedingungen mit guter Laune. Auf eine Zeitmessung wurde bewusst verzichtet, da der gemeinschaftliche Charakter der Veranstaltung im Vordergrund stand. Dennoch gab es zum Abschluss besondere Momente: Die jüngste Teilnehmerin Alva (1 Jahr) sowie die älteste Teilnehmerin, Anneliese Steinborn, wurden ausgezeichnet. Die 86-jährige Witwe von Jochen Steinborn ließ es sich nicht nehmen, selbst aktiv an dem Lauf teilzunehmen und sorgte mit ihrem Engagement für einen besonders bewegenden Augenblick. Ebenfalls geehrt wurde die größte teilnehmende Familie, was bei allen Anwesenden großen Applaus auslöste.
Mit dem gelungenen Auftakt hoffen die Organisatoren des SV Germania Klietz, den Fledermauslauf als feste Tradition zu etablieren und auch in den kommenden Jahren zahlreiche Bewegungsfreudige zusammenzubringen – unabhängig von Alter, Tempo oder Wetter.






















